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Montag, 19. Juli 2010

Pikant, Pikant...

Im Rezepte-Wiki für surinamesische Speisen beginnen komischerweise alle Gerichte mit dem Adjektiv pikant. Deshalb gibt es nach dem Pikanten Gurkensalat von gestern heute auch den Pikanten Rinderschmortopf (Hete Runderstoofpot)

Zutaten für 4 Personen:
500 g Rindersteaks in Würfel geschnitten
2 Tassen Wasser
125 g Butter
6 Kartoffeln - geviertelt
1 Knoblauchzehe - in feine Scheiben geschnitten
1 Zwiebel - grob gehackt
1 Tomate - geviertelt
1 Brühwürfel oder Gemüsebrühe-Pulver für 2 Tassen Wasser
2 EL Garam Masala
1 Lorbeerblatt
1 gelbe Chilischote - ich nahm eine grüne und habe sie ohne Kerne in Ringe geschnitten
Petersilie
Pfeffer, Salz und Muskatnuss


 Zubereitung
Das Rezept ist leider etwas rudimentär. Ihr müsst euch also mit meiner Interpretation zufriedengeben.

1) Butter in einem Topf schmelzen lassen. In der Zwischenzeit das Fleisch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.  In der Butter  bei hoher Hitze anbraten.
2) Hitze runterdrehen und Zwiebel, Knoblauch, Tomate und Brühe mit Wasser hinzufügen.
3) Die Kartoffeln oben auf legen und mit Garam Masala bestreuen. Chili und Lorbeerblatt hinzufügen. Das große Rätsel war jetzt, ob ich die Zutaten umrühren oder sie so geschichtet schmoren sollte. Das ging aus dem Rezept leider nicht hervor - ich habe mich fürs Umrühren entschieden und das Ganze 4 Stunden bei geringer Hitze auf dem Herd belassen.
4) Mit Petersilie bestreut servieren.


Vom Versuchskaninchen gab es drei Daumen hoch - ich war nicht so begeistert. Mich erinnerte der Schmortopf trotz der exotischen Gewürze noch zu stark an Gulasch und Gulasch mag ich überhaupt nicht.



Sonntag, 4. Juli 2010

Zu heiß für Kuchen...

Mit dem Peanut Butter Stew oder Dovi lasse ich Simbabwe auch schon hinter mir. Eigentlich hatte ich noch vor,  Maismehlkuchen zu backen. Aber es ist mir einfach zu heiß und ich habe deshalb gar keinen Appetit auf Kuchen. Sobald es etwas kühler ist, werde ich ihn aber nachbacken. Der klingt nämlich ziemlich lecker.

Die nächste Station auf der Landkarte heißt Indien. Der Grund: Ich habe mir schon vor einiger Zeit zwei Kochbücher über die indische Küche zugelegt, die ich jetzt endlich testen will.
Meine Erfahrungen mit der indischen Küche beschränkten sich lange Zeit auf die Pakoras, die bei mir bleibenden Eindruck hinterließen. Bis heute mag ich nichts Fritiertes mehr essen.
Der zweite Versuch endete damit, dass ich der indischen Küche bzw. den zahlreichen Currys absolut verfallen bin.

Freitag, 2. Juli 2010

Dovi

gestern abend war es dann endlich soweit. Mein erstes Gericht aus Simbabwe stand auf dem Plan: Dovi zu Deutsch Erdnussbutter Eintopf oder Stew.
Die Zutaten sind nicht exotisch, auch das Kochen war sehr einfach und für Leute wie mich, die keinen Geschirrspüler haben, äußerst günstig: Ein großer Topf und eine Pfanne reichte aus.
Gefunden habe ich das Rezept bei Foodbycountry.

Zutaten
  • 3- 4 mittlere Zwiebeln, fein gehackt
  • 2 EL Butter
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 2 grüne Paprikaschoten, gehackt// Ich hatte nur eine grüne und eine rote. Ich mag die grünen nicht
  • 1 Hühnchen, zerteilt, man kann auch haut- und knochenloses Hühnchen nehmen, ich hatte Hühnerkeulen
  • 3 bis 4 reife(!) Tomaten
  • 6 EL cremige Erdnussbutter, die stückige würde ich nicht nehmen - Erstickungsgefahr!
  • 1/2 Pfund frischer Spinat oder 1 Paket gefrorener Spinat

Zubereitung Stew:
  • Butter im Topf schmelzen, dann Zwiebeln dazugeben und braten, bis sie braun sind.
  • Knoblauch und Gewürze hinzufügen
  • Fleißig rühren und dann die Paprika und das Hühnchen dazu tun.
  • Sobald das Hühnchen leicht gebräunt ist, die Tomaten hinzufügen und mit einer Gabel zerteilen. Deswegen die reifen Tomaten - meine waren nicht so schön und haben sich deshalb schwer zerteilen lassen. Vielleicht wären Cocktail- oder Dosentomaten die bessere Wahl gewesen.
  • 2 Tassen Wasser hinzufügen und 5 - 10 Minuten köcheln lassen. 3 Löffel der Erdnussbutter hinzugeben und weiter köcheln lassen, bis man das Gefühl hat, das Hühnchen sei durch.

Zubereitung Beilage:
  • gefrorener Spinat: Spinat nach Packungsanleitung auftauen. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und Spinat dazugeben. Heiß werden lassen, dann 3 EL Erdnussbutter hinzufügen und vermengen. Ich habe es noch gesalzen, obwohl es nicht im Rezept stand.
  • frischer Spinat: Spinat in die Pfanne geben und mit 2 EL Wasser übergießen. Kochen, bis die Blätter zusammengefallen aber noch bissfest sind.

Der Erdnussbutter-Eintopf war ziemlich gut, wenn auch O-Ton Versuchskaninchen "Sehr europäisch". Ich weiß nicht, woran es lag. Vielleicht hätte ich etwas großzügiger mit dem Cayennepfeffer sein sollen, vielleicht war das Rezept auf der Seite auch schon an den europäischen Gaumen angepasst, vielleicht lag es auch daran, dass ich vor kurzem ein Gumbo aus dem Amerika-Kochbuch von Jamie Oliver gekocht habe, das ziemlich ähnlich schmeckte. So richtig "afrikanisch", was auch immer das bedeuten mag, kam uns das Gericht nicht vor. Den richtigen Pepp gab aber der Spinat mit Erdnussbutter. Mal eine andere Beilage als den schnöden Reis, den wir zum Gumbo gegessen hatten.