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Donnerstag, 22. Juli 2010

BB met R - Braune Bohnen mit Reis

Wenn ich ein Gericht mit dem gesamten südamerikanischen Kontinent verbinde, ist es Reis mit Bohnen. Fragt mich nicht warum, für mich gehört das einfach zusammen.
Daher verwundert es also nicht, wenn ich euch jetzt eben so ein Rezept vorstelle.

Zutaten für 4 Personen:
500 g Hühnerbrustfilet - gewürfelt
Schuss Ketjap asin
1 TL Garam Masala
2 Knoblauchzehen - klein gehackt
Pfeffer
1 TL Sambal Bajak - ist laut dem Rezepte Wiki extrem scharf - ich habe als Ersatz Sambal Oelek genommen, das reicht mir von der Schärfe
125 g Speckwürfel
1 große Zwiebel - gehackt
2 Tomaten - geviertelt
1 Paprika - in Stücke geschnitten
1 Glas oder Dose braune Bohnen zu 850 g
Öl
300 g Reis

 


Zubereitung
1) Hühnchen mit Garam Masala, Ketjap, Knoblauch, Pfeffer und Sambal vermischen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
2) Speckwürfel in Öl auslassen. Hühnchen dazugeben und durchbraten. Dann Paprika, Zwiebel und Tomate hinzugeben.
3) Solange köcheln lassen, bis sich die Schale von der Tomate gelöst hat.
4) Die braunen Bohnen mitsamt der Flüssigkeit dazutun. Alles kurz aufkochen
Ich hatte nur getrocknete braune Bohnen und habe sie 12 Stunden gewässert und in der Marinierzeit des Fleisches vorgekocht. Die Kochflüssigkeit habe ich nicht dazugetan - die sah eklig aus.
5) Mit dem Reis vermischen und fertig!

Dienstag, 20. Juli 2010

Wer traut sich?

Die surinamesischen Getränke haben mir sehr gut gefallen, deshalb habe ich mich erneut auf die Suche gemacht und folgendes Rezept gefunden:

Dawet - ein Getränk aus Kokosmilch

Zutaten

Kokosnussmilch, Zucker und Wasser zu gleichen Teilen
Maismehl
1 TL Salz
Zitronengras

Zubereitung
Wasser und Zucker mischen und 15 Minuten unter Rühren kochen.
Den entstandenen Sirup zur Kokosnussmilch gießen und das Zitronengras dazugeben.
Salz und Eiswürfel hinzufügen.

Soweit so gut.
Jetzt heißt es, das Maismehl im Wasser aufzulösen und es zu einem Porridge aufzukochen. Abkühlen lassen und zur Kokosnussmilchmischung geben.
Eiskalt servieren.



Ich gestehe - ich traue mich nicht, das nachzukochen. Kokosgetränke sind ohnehin nicht so meins, auch wenn ich Kokos im Essen liebe. Und Maismehlporridge möchte ich dann doch erstmal lieber als Beilage zu deftigen Speisen probieren, bevor ich es gleich trinke.
Wer Lust hat und abenteuerlustig genug ist, darf sich gerne daran versuchen. Ich freue mich über Erfahrungsberichte.
Ich für meinen Teil versuche mich morgen lieber am Hühnchen mit braunen Bohnen und Reis.

Quelle Bild: Wikipedia

Montag, 19. Juli 2010

Pikant, Pikant...

Im Rezepte-Wiki für surinamesische Speisen beginnen komischerweise alle Gerichte mit dem Adjektiv pikant. Deshalb gibt es nach dem Pikanten Gurkensalat von gestern heute auch den Pikanten Rinderschmortopf (Hete Runderstoofpot)

Zutaten für 4 Personen:
500 g Rindersteaks in Würfel geschnitten
2 Tassen Wasser
125 g Butter
6 Kartoffeln - geviertelt
1 Knoblauchzehe - in feine Scheiben geschnitten
1 Zwiebel - grob gehackt
1 Tomate - geviertelt
1 Brühwürfel oder Gemüsebrühe-Pulver für 2 Tassen Wasser
2 EL Garam Masala
1 Lorbeerblatt
1 gelbe Chilischote - ich nahm eine grüne und habe sie ohne Kerne in Ringe geschnitten
Petersilie
Pfeffer, Salz und Muskatnuss


 Zubereitung
Das Rezept ist leider etwas rudimentär. Ihr müsst euch also mit meiner Interpretation zufriedengeben.

1) Butter in einem Topf schmelzen lassen. In der Zwischenzeit das Fleisch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.  In der Butter  bei hoher Hitze anbraten.
2) Hitze runterdrehen und Zwiebel, Knoblauch, Tomate und Brühe mit Wasser hinzufügen.
3) Die Kartoffeln oben auf legen und mit Garam Masala bestreuen. Chili und Lorbeerblatt hinzufügen. Das große Rätsel war jetzt, ob ich die Zutaten umrühren oder sie so geschichtet schmoren sollte. Das ging aus dem Rezept leider nicht hervor - ich habe mich fürs Umrühren entschieden und das Ganze 4 Stunden bei geringer Hitze auf dem Herd belassen.
4) Mit Petersilie bestreut servieren.


Vom Versuchskaninchen gab es drei Daumen hoch - ich war nicht so begeistert. Mich erinnerte der Schmortopf trotz der exotischen Gewürze noch zu stark an Gulasch und Gulasch mag ich überhaupt nicht.



Sonntag, 18. Juli 2010

Pikanter Gurkensalat

Kaum einen Monat führe ich diesen Blog und schon bin ich inkonsequent geworden. Keines der surinamesischen Gerichte, die ich mir für diese Woche vorgenommen hatte, sind auf unserem Tisch gelandet. Teils lags an der Hitze, teils an mir (ich hatte keine Lust 4 Stunden einen pikanten Rinderschmortopf zu beaufsichtigen). Heute wollte ich es angehen - leider fand ich keine Tomaten, die meinen Vorstellungen entsprachen.
Um trotzdem nicht völlig das Gesicht zu verlieren, gab es heute surinamesichen pikanten Gurkensalat (Hete komkommer) nach folgendem Rezept:

Zutaten für 2 Personen:
1 Salatgurke
1/2 EL brauner Zucker
0,35 l Essig - stehen im Rezept - Wir fanden den Salat viel zu sauer, das nächste Mal würde ich 1:1 mit Wasser mischen
0,1 l Wasser
1 EL Sambal Oelek - wer es nicht so scharf mag, lieber weniger. Die Gurken nehmen die Schärfe gut auf und werden dann seeeehr scharf.
1 TL Knoblauchpulver oder eine Knoblauchzehe fein gehackt

Zubereitung
1) Zucker, Essig und Wasser vermischen. Es sollte eine süßsaure Sauce ergeben - es heißt also abschmecken, die Mengen stimmen nicht ganz bzw. es ist Geschmackssache
2) Dann Knoblauch und Sambal Oelek hinzufügen und das Ganze einige Stunden ziehen lassen.
3) Salat in feine Scheiben schneiden oder hobeln.
4) Mit der Marinade vermengen
5) Das Ergebnis wieder eine halbe Stunde ziehen lassen.

Der Gurkensalat ist als Beilage zu Gerichten gedacht, die selbst nicht scharf sind. Bei uns waren sie eine frische Ergänzung zu den Linsenburgern aus dem Kleinen Kuriositätenladen.
 

Donnerstag, 15. Juli 2010

Erfrischendes aus Suriname

Mit dem Kochen der surinamesischen Speisen sieht es derzeit echt schlecht aus - Salate in allen Variationen stehen auf dem Programm, in der Küche ist kein Platz für warme Gerichte.
Dafür habe ich zwei surinamesische Erfrischungsgetränke mitgebracht, die mir außerordentlich gut gefallen und perfekt zum Wetter passen.

Nummer 1: Ingwerlimonade
Das ist nun nichts Neues - der Kleine Kuriositätenladen hat es erst am Sonntag gepostet. Auf Essen und Trinken hat ein User jedoch die surinamesische Variante aus einem surinamesischen Kochbuch veröffentlicht und die geht so:

Zutaten für 1 Liter:
150 g frischen Ingwer - so fein wie möglich reiben, wem das Reiben nicht zuviel wird, der kann ruhig mehr Ingwer nehmen - aber das gilt nur für Ingwerjunkies wie mich :-)
1 kg Zucker - nach Geschmack eher weniger, ich mag den leicht scharfen  Ingwergeschmack und muss es nicht so süß haben
1 EL Zitronensaft
4 Gewürznelken
3 dl Wasser
1 EL Mandelaroma - Sirup geht auch, ich wollte nicht extra Aroma kaufen.

Zubereitung
Zucker in kochendem Wasser auflösen, mit den restlichen Zutaten vermischen und einen Tag ziehen lassen. Vorteil: Man muss nicht eine Stunde am Herd stehen.
Nachteil: Man muss einen Tag warten, bis man die Ingwerlimo trinken kann.

Die Nelken und die Mandeln geben ein ungewohntes Aroma, wenn man den reinen Ingwersirup kennt.

Nummer 2: Mangodrank (kein Schreibfehler - das ist Niederländisch)


Zutaten für 4 Personen:
4 Mangos - geschält und in Stücke geschnitten
3 EL Zucker - ich nehme braunen Zucker, weißer geht auch
alternativ: 2 Dosen Mangostücke, dann den Zucker weglassen
1/2 l Wasser
3 EL Zitronensaft - etwas mehr bei Dosenmangos
Eiswürfel

Zubereitung
Mangostücke pürieren und mit den restlichen Zutaten vermischen. Solange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Mit den Eiswürfeln trinken.

Das Rezept stammt von Rezepte-Wiki, die erstaunlicherweise viele surinamesische Rezepte haben.

Mango ist ja sowieso immer eine gute Wahl - siehe Mango-Lassi - und ohne Joghurt ist das Getränk noch erfrischender.
Nachteil: Es macht nicht satt wie das Mango-Lassi und eignet sich deshalb nicht als Flüssignahrung :-)

Sonntag, 11. Juli 2010

Welkom bij Suriname

Die nächste Station meiner Reise hat das Versuchskaninchen per Zufallsprinzip ausgewählt: Suriname.
Eigentlich wollte ich mir vor jeder Etappe überlegen, was ich mit dem jeweiligen Land assoziiere. Leider funktioniert das bei Suriname nicht. Denn ich muss ehrlich zugeben, dass ich von Suriname bisher noch nie etwas gehört habe. Peinlich.

Bevor ich etwas koche, deshalb ein Versuch meine Wissenslücken zu schließen:

  • Suriname ist eine ehemalige niederländische Kolonie. Auch heute ist Niederländisch noch die Amtssprache.
  • Die Bevölkerung Surinames setzt sich aus Kreolen, Indern, Indonesiern, Chinesen, Libanesen, Europäern und Maroons zusammen. Maroons sind übrigens die Nachkommen entlaufener Sklaven - wusste ich natürlich auch nicht.
  • Die surinamesische Küche setzt sich deshalb aus vielen verschiedenen Einflüssen zusammen und Sambal Goreng und Nasi Goreng aus Indonesien ist dort ebenso zu finden wie die für Süd- und Mittelamerika typische Kombination aus schwarzen Bohnen und Reis.

Wer noch ein Reiseziel für diesen Sommer sucht: Suriname scheint ein sehr empfehlenswertes Reiseland zu sein. Die Surinamesen gelten als höchst freundliche Menschen und der dichte Urwald, in dem noch Jaguare leben, tut sein übriges.