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Samstag, 10. Juli 2010

Eigentlich mag ich gar kein Lamm - aber im Curry schmeckts!

Als letztes Rezept aus der Indien Woche, möchte ich euch noch ein Rezept aus dem Indien Basic Kochbuch vom GU Verlag vorstellen: Lamm-Gemüse-Curry.
Dafür musste ich einige Strapazen über mich ergehen lassen, da es Lamm in keinem der Supermärkte in meiner Umgebung (und das sind einige) zu kaufen gab. Außerdem musste das Curry fast zwei Stunden vor sich hin schmurgeln, sodass ich mich länger als gewollt in der sehr warmen Küche aufhalten musste.
Aber es hat sich gelohnt!

Zutaten für 4 Personen
500 g Lammfleisch - in 4 cm Würfel geschnitten
2 Zwiebeln - grob geschnitten
1 Stück Ingwer - grob gehackt
3 Knoblauchzehen - geschält und etwas zerkleinert
5 EL Erdnussöl
2 ziemlich reife Tomaten - geviertelt
2 Lorbeerblätter
1/2 - 1 TL Chilipulver - wer mag nimmt mehr - ich fand es recht mild mit 1 TL
1 EL gemahlener Koriander
1 EL gemahlener Kreuzkümmel
1/4 TL Kurkuma
1/2 TL Garam Masala
2 EL Joghurt
Salz
Pfeffer
600 g Bohnen, Möhren oder Kartoffeln - gemischt oder nur eine Gemüsesorte. Die Kartoffeln und Möhren in mundgerechte Stücke geschnitten

Zubereitung


1) Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch mit dem Pürierstab oder im Mixer zu einem Brei verarbeiten.

2) In Topf oder Pfanne das Öl erhitzen und das Püree darin 10 bis 15 Minuten braten. Es sollte leicht gebräunt sein. Dann das Fleisch dazugeben und wieder 10 - 15 Minuten braten.

3) Jetzt kommt der künstlerische Teil: Lorbeerblätter und die Gewürze darüber geben - das sieht schön bunt aus. Und dann wieder 2 Minuten braten. Danach mit 250 ml Wasser ablöschen und den Herd ein bisschen runterdrehen. Jetzt Tomaten und Joghurt hinzufügen, salzen und pfeffern und bei geringer Hitze 45 Minuten köcheln lassen.



4) Das Gemüse dazugeben und 50-60 Minuten weiterschmoren.  Ich habe die Bohnen erst 30 Minuten vor Ende der Kochzeit dazugegeben. So war das Lamm zart, aber die Bohnen nicht matschig. Ich hatte übrigens TK-Bohnen.

Wer will, kann noch Reis dazu essen - wir haben es wie Eintopf gegessen. Ich finde, es schmeckt am zweiten Tag besser, dann ist es schön durchgezogen.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Flüssignahrung

Man kann ja nicht immer nur essen - vor allem bei  Hitze nehme ich meine Nahrung gerne flüssig in Form von Smoothies oder Shakes zu mir. Mein Lieblingsgetränk  ist wohl das bekannteste indische Getränk, der/ das (?) Mango Lassi.

Zutaten
1 sehr reife Mango - sie darf auf keinen Fall faserig sein. Ansonsten geht auch Dosenmango
150 ml Milch oder Buttermilch
250 g Naturjoghurt
Zucker nach Geschmack, je nach Süße der Mango
Zitronensaft nach Geschmack

Die Zubereitung ist, ich gebe es zu, eine ziemlich Herausforderung: Man gebe alles in den Mixer und püriere es fleißig zu einer homogenen Masse. Fertig!

Die Mango kann man auch durch eine Banane ersetzen. Eine Variante, die es immer noch beim Inder gibt: Rosenwasser-Lassi. Das schmeckt mir aber nicht.

Laut Wikipedia unterscheidet sich das indische Lassi übrigens geschmacklich von unserem, weil die Milch von anderen Rinderrassen stammt.

Dienstag, 6. Juli 2010

Hähnchen Korma

Die Curry Rezepte im Indien Basics Buch vom GU Verlag sind einfach zu verlockend, sodass ich ein Weiteres ausprobieren musste. Sehr zum Missfallen des Versuchskaninchens, das sich darüber beschwerte, dass es ja nur noch Hühnchen und Reis gibt.
Trotzdem schien ihm das Hähnchen-Korma zu schmecken.

Zutaten für 4 Personen:
500 - 600g Hähnchenbrustfilet - in 5cm Stücke sollte es geschnitten werden - ich empfehle kleinere Stücke
3 EL Cashewnusskerne
3 EL gemahlene Mandeln
2 große Zwiebeln - grob gehackt
2 Knoblauchzehen - grob gehackt
1 Stück Ingwer ca. 6cm - grob gehackt
200g Joghurt
1/2 TL Kurkumapulver
3/4 TL Chilipulver - wer mag nimmt mehr
1/2 TL Macis oder Muskatnuss
Salz
10 grüne Kardamomkapseln - angequetscht
1 EL Ghee oder Butterschmalz
6 Nelken
1 Stück Zimtstange 5cm
1 Lorbeerblatt
1-2 EL Limettensaft

Zubereitung
1) Cashewnüsse und Mandeln mit ca. 80 ml heißem Wasser verrühren. Nüsse, Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer pürieren. Ich nehme den Mixer, Pürierstab geht auch. Wenn die Masse zu trocken ist, kann man noch 2 EL Joghurt hinzugeben. Um ehrlich zu sein, finde ich es etwas befremdlich, alles in den Mixer zu schmeißen. Die Masse sieht dann auch entsprechend unappetitlich aus.
Die Masse mit dem Joghurt, dem Fleisch, den Gewürzen und Salz verrühren.  Für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

2) Ghee oder Butterschmalz in einem Topf oder einer Pfanne schmelzen. Kardamomsamen, Nelken, Zimtstange und Lorbeerblatt darin für ca. 2 Minuten anrösten. Ich finde, man riecht es, wenn es soweit ist. Dann das Fleisch mit Marinade zugeben und für weitere 5 Minuten unter Rühren anbraten. Die Flüssigkeit sollte möglichst vollständig verdunstet sein. Dann 100 ml Wasser zugeben und bei geringer Hitze 25 Minuten köcheln lassen.

3) Um die Soße sämig zu bekommen, muss sie nach dem Ende der Kochzeit nochmal bei hoher Hitze ca. 5 Minuten geköchelt werden. Allerdings fand ich mein Curry nach der Kochzeit schon gut, sodass ich die Kochzeit verkürzt habe.

4) Ich habe die Nelken, die Zimtstange, die Kardamomkapseln und das Lorbeerblatt wieder rausgesammelt. Stand zwar nicht im Rezept, aber es ist ja nicht besonderes schön auf eine Nelke zu beißen.

5) Das Ganze dann nochmal mit Salz und Limettensaft abschmecken.

Dazu gab es Reis - empfohlen wird auch Naan. Das gibt es hier leider nicht zu kaufen - vielleicht backe ich es morgen zum Lammcurry.

Zur schnellen Küche würde ich die Currys alle  nicht zählen. Allerdings lassen sie sich super vorbereiten. Es schadet dem Fleisch nicht, wenn es länger mariniert als die vorgegebenen 30 Minuten.

Montag, 5. Juli 2010

Indisches Hühnerfrikassee

Die indische Woche hat schon heute begonnen mit einem Rezept aus Indien Basics. Ich mag die Basic Serie vom Gräfe und Unzer Verlag sehr gerne - neben den guten und gut beschriebenen Rezepten findet man immer noch Länderinformationen. Ich mag die bunte und knallige Aufmachung, die mehr an ein Magazin erinnert - allerdings kann ich leider nicht beurteilen, wie authentisch die Rezepte sind.

Begonnen habe ich mit einem Curry, das optisch stark an Hühnerfrikassee erinnert:
Weißes Hühnercurry

Zutaten für 4 Personen:
4 kleine Zwiebeln - geschält und in feine Streifen geschnitten
3 Knoblauchzehen - fein gehackt
1 Stück frischer Ingwer ca. 3cm - fein gehackt
3-4 grüne Chilischoten - fein gehackt
2 grüne Kardamomkapseln - Samen herauskratzen
4 EL Erdnussöl
2 EL Cashewnusskerne
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Fenchelsamen
3 EL Joghurt
1/2 TL Koriander
500 g Hähnchenbrustfilet -  in Streifen schneiden
1 Stück Zimtstange
3 Nelken
Salz
1/4 l Kokosmilch
Saft von 1 Limette


Zubereitung:

1) Pfanne oder Wok mit 2 EL Öl erhitzen. Die Hälfte der Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Chilis, Kardamomsamen, Nüsse, Kreuzkümmel und Fenchel darin unter Rühren anbraten bis die Zwiebeln glasig sind. Ein wenig abkühlen lassen. In der Zwischenzeit Joghurt und Koriander mischen und alles mit dem Pürierstab oder dem Mixer gut durchmixen.
Eventuell sollte man vor dem Braten den Fenchel im Mörser zermahlen - mein Mixer hat die Samen nicht kleinbekommen und das sah komisch aus.

2) Hähnchenfleisch mit der Joghurtmasse vermischen und für mindestens 30 Minuten kühl stellen.

3) Öl in der Pfanne oder im Wok erhitzen und die Zwiebeln mit den Nelken und der Zimtstange anbraten. Die Zwiebeln sollten wieder glasig sein. Dann das Fleisch dazu geben und 3 Minuten anbraten. Fleißig rühren. Anschließend etwas Salz und Kokosmilch dazugeben und bei sehr geringer Hitze 20 Minuten zugedeckt vor sich hin köcheln lassen. Der Deckel ist wichtig, sonst wird das Curry zu trocken. Wenn es trotzdem zu trocken ist - Joghurt oder Wasser hinzufügen.
Nach dem Ende der Kochzeit die Nelken und die Zimtstange entfernen und das Curry mit Limettensaft abschmecken. Wer den nicht hat, kann bestimmt auch Zitronensaft nehmen - mir schmeckt Limette aber besser.

Dazu gab es Reis.

Obwohl es an Hühnerfrikassee erinnert, war der Geschmack viel raffinierter. Mir gefiel die sanfte, nicht so dominante Schärfe. Faszinierend fand ich die Mischung der Gewürze: scharf, säuerlich und sahnig. Für mich der perfekte Einstieg in die Indien-Woche.

Sonntag, 4. Juli 2010

Zu heiß für Kuchen...

Mit dem Peanut Butter Stew oder Dovi lasse ich Simbabwe auch schon hinter mir. Eigentlich hatte ich noch vor,  Maismehlkuchen zu backen. Aber es ist mir einfach zu heiß und ich habe deshalb gar keinen Appetit auf Kuchen. Sobald es etwas kühler ist, werde ich ihn aber nachbacken. Der klingt nämlich ziemlich lecker.

Die nächste Station auf der Landkarte heißt Indien. Der Grund: Ich habe mir schon vor einiger Zeit zwei Kochbücher über die indische Küche zugelegt, die ich jetzt endlich testen will.
Meine Erfahrungen mit der indischen Küche beschränkten sich lange Zeit auf die Pakoras, die bei mir bleibenden Eindruck hinterließen. Bis heute mag ich nichts Fritiertes mehr essen.
Der zweite Versuch endete damit, dass ich der indischen Küche bzw. den zahlreichen Currys absolut verfallen bin.