Kann man eine Beziehung zu Moussaka haben? Ich habe zu ihr jedenfalls eine ambivalente. Prinzipiell finde ich all ihre Kompontenten und auch die Zusammenstellung lecker. ABER: Vor Jahren durfte ich in Griechenland einmal das Moussaka eines Kochs genießen, der anscheinend eine starke Zuneigung zu Muskatnuss hegte. Jahrelang machte ich um Muskatnuss einen großen Bogen. Diese Abneigung hat sich mittlerweile glücklicherweise gegeben. Geblieben ist das ungute Gefühl gegenüber Moussaka.
Aber wie es Osiris, Isis und all die anderen ägyptischen Götter so wollen, stieß ich bei meiner Suche nach ägyptischen Rezepten immer wieder auf ägyptisches Moussaka. Und der Kombination aus Zucchini, Lammfleisch und Béchamelsauce (die anscheinend eine unverzichtbare Komponente der ägyptischen Küche ist) konnte ich dann doch nicht widerstehen.
Zutaten für 4 Personen
600 g Zucchini - in Scheiben geschnitten
1 große Dose Tomaten
400 g Gehacktes vom Lamm
2 große Zwiebeln - in Ringe geschnitten
Öl zum Braten und Ausfetten der Form
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Zimt, etwas Zucker, Cayennepfeffer
Für die Béchamelsoße:
50 g Butter
50 g Mehl
500 ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Zubereitung
1) Die Zucchini kurz in Öl anbraten - ich mache es in der Grillpfanne, dann sind die Scheiben nicht ganz so fettig. Die Zucchini dürfen aber nicht weich werden.
2) Die Zwiebeln anbraten bis sie eine goldbraune Färbung haben, das Hack dazugeben und krümelig braten. Tomaten dazugeben, aufkochen und mit den Gewürzen abschmecken. Wenn die Sauce zu dickflüssig ist, Wasser und Tomatenmark hinzufügen.
3) Für die Sauce die Butter schmelzen und das Mehr darin anschwitzen. Die Masse mit Milch ablöschen und unter Rühren zu einer dicken Sauce verkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (nicht zu viel ;-)) abschmecken.
4) Zucchini, Hackfleischsauce und Béchamelsauce abwechselnd aufeinanderschichten. Auf jeden Fall mit Béchamelsauce abschließen.
5) Bei 180° im Ofen 40 Minuten überbacken. Die Oberfläche nicht zu dunkel werden lassen.
Gefunden habe ich das Rezept hier.
Dazu gab es Reis - ohne alles wäre es zu fettig gewesen. Wer zögerlich mit Gewürzen ist: Hier kann man ordentlich was reintun - die Béchamelsauce saugt viel Geschmack auf.
Quasi als Gegenentwurf zu dem relativ gesunden Auberginensalat, reiche ich auch dieses Rezept wieder beim Tobias Blogevent Ägypten ein.

