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Sonntag, 4. Juli 2010

Zu heiß für Kuchen...

Mit dem Peanut Butter Stew oder Dovi lasse ich Simbabwe auch schon hinter mir. Eigentlich hatte ich noch vor,  Maismehlkuchen zu backen. Aber es ist mir einfach zu heiß und ich habe deshalb gar keinen Appetit auf Kuchen. Sobald es etwas kühler ist, werde ich ihn aber nachbacken. Der klingt nämlich ziemlich lecker.

Die nächste Station auf der Landkarte heißt Indien. Der Grund: Ich habe mir schon vor einiger Zeit zwei Kochbücher über die indische Küche zugelegt, die ich jetzt endlich testen will.
Meine Erfahrungen mit der indischen Küche beschränkten sich lange Zeit auf die Pakoras, die bei mir bleibenden Eindruck hinterließen. Bis heute mag ich nichts Fritiertes mehr essen.
Der zweite Versuch endete damit, dass ich der indischen Küche bzw. den zahlreichen Currys absolut verfallen bin.

Freitag, 2. Juli 2010

Dovi

gestern abend war es dann endlich soweit. Mein erstes Gericht aus Simbabwe stand auf dem Plan: Dovi zu Deutsch Erdnussbutter Eintopf oder Stew.
Die Zutaten sind nicht exotisch, auch das Kochen war sehr einfach und für Leute wie mich, die keinen Geschirrspüler haben, äußerst günstig: Ein großer Topf und eine Pfanne reichte aus.
Gefunden habe ich das Rezept bei Foodbycountry.

Zutaten
  • 3- 4 mittlere Zwiebeln, fein gehackt
  • 2 EL Butter
  • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 2 grüne Paprikaschoten, gehackt// Ich hatte nur eine grüne und eine rote. Ich mag die grünen nicht
  • 1 Hühnchen, zerteilt, man kann auch haut- und knochenloses Hühnchen nehmen, ich hatte Hühnerkeulen
  • 3 bis 4 reife(!) Tomaten
  • 6 EL cremige Erdnussbutter, die stückige würde ich nicht nehmen - Erstickungsgefahr!
  • 1/2 Pfund frischer Spinat oder 1 Paket gefrorener Spinat

Zubereitung Stew:
  • Butter im Topf schmelzen, dann Zwiebeln dazugeben und braten, bis sie braun sind.
  • Knoblauch und Gewürze hinzufügen
  • Fleißig rühren und dann die Paprika und das Hühnchen dazu tun.
  • Sobald das Hühnchen leicht gebräunt ist, die Tomaten hinzufügen und mit einer Gabel zerteilen. Deswegen die reifen Tomaten - meine waren nicht so schön und haben sich deshalb schwer zerteilen lassen. Vielleicht wären Cocktail- oder Dosentomaten die bessere Wahl gewesen.
  • 2 Tassen Wasser hinzufügen und 5 - 10 Minuten köcheln lassen. 3 Löffel der Erdnussbutter hinzugeben und weiter köcheln lassen, bis man das Gefühl hat, das Hühnchen sei durch.

Zubereitung Beilage:
  • gefrorener Spinat: Spinat nach Packungsanleitung auftauen. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und Spinat dazugeben. Heiß werden lassen, dann 3 EL Erdnussbutter hinzufügen und vermengen. Ich habe es noch gesalzen, obwohl es nicht im Rezept stand.
  • frischer Spinat: Spinat in die Pfanne geben und mit 2 EL Wasser übergießen. Kochen, bis die Blätter zusammengefallen aber noch bissfest sind.

Der Erdnussbutter-Eintopf war ziemlich gut, wenn auch O-Ton Versuchskaninchen "Sehr europäisch". Ich weiß nicht, woran es lag. Vielleicht hätte ich etwas großzügiger mit dem Cayennepfeffer sein sollen, vielleicht war das Rezept auf der Seite auch schon an den europäischen Gaumen angepasst, vielleicht lag es auch daran, dass ich vor kurzem ein Gumbo aus dem Amerika-Kochbuch von Jamie Oliver gekocht habe, das ziemlich ähnlich schmeckte. So richtig "afrikanisch", was auch immer das bedeuten mag, kam uns das Gericht nicht vor. Den richtigen Pepp gab aber der Spinat mit Erdnussbutter. Mal eine andere Beilage als den schnöden Reis, den wir zum Gumbo gegessen hatten.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Essen in Simbabwe

  • Maismehl gehört zu den Grundnahrungsmitteln und wird zu Sazda und Maisbrot verarbeitet.Trotzdem ist es bei den Ndebele verboten, Mais außerhalb der Saison zu essen.
  • Als alte britische Kolonie ist die Küche Simbabwes stark von der britischen Küche beeinflusst.
  • In manchen ethnischen Gruppen ist es verboten, Fleisch zu essen, wenn es im eigenen Nachnamen vorkommt, z.B. essen Familien mit dem Nachnamen Nkomo (Kuh, Ochse) kein Rindfleisch.

Klingt lecker:
Kürbisse, Gurken, Bohnen und vor allem Avocados sind preiswerte und daher beliebte Gemüsesorten.

Nun ja:
Getrocknetes Fleisch von Antilopen steht genauso auf dem Menüplan wie fliegende Ameisen, die fritiert gegessen werden.
Beides ist hier glücklicherweise auch im gutsortierten Supermarkt nicht zu finden. Nicht, dass jemand sagt, dass ich mich drücken würde.

Quelle: Foodbycountry

Mittwoch, 30. Juni 2010

Simbabwe also

Ich habe jetzt schon den Verdacht, dass diese kulinarische Weltreise einige Lücken in meinem Wissen über die Länder dieser Welt aufdecken wird. Auch nach langem Nachdenken fällt mir zu Simbabwe nur Robert Mugabe und die Cholera-Epidemie ein. Und der Name der Hauptstadt: Harare. Die ersten beiden Fakten sind nicht besonders schön. Die Hauptstadt konnte ich mir nur aufgrund des klangvollen Namens merken.

Zu meiner großen Überraschung galt Simbabwe mal als komfortables Reiseland. Diesen Ruf hat es schon lange eingebüßt. Nach Antritt der neuen Regierungskoalition ist eine Reise nach Simbabwe immerhin wieder möglich, allerdings warnt das Auswärtige Amt vor fast allem: Reisen über Land sind ebenso gefährlich wie Abendspaziergänge im Dunkeln. Auch das Fotografieren des Regierungssitzes ist verboten. Selbst Fotografien mit der Handykamera und Gespräche mit der Bevölkerung könnten als illegale journalistische Tätigkeit ausgelegt werden.

Viele positive Informationen findet man nicht über Simbabwe. Und auch die Suche nach Rezepten war gar nicht so einfach. Am Ende habe ich aber sogar einen Blog gefunden: Odette's Recipes form Zimbabwe, den ich mir nochmal näher ansehen muss.
Ansonsten gelten
- Sadza
- Dovi
- Cornmeal Cake
- Mapopo Candy
als typisch simbabwesische (?) Mahlzeiten. Was das ist, verrate ich euch später. Jetzt gehe ich erstmal einkaufen.