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Samstag, 25. September 2010

Oma hat nicht immer recht

Meine Oma sagt immer "Bei euch in der Großstadt gibt es ja immer alles zu kaufen."
Ich sage: "Nee, jibt et nich."
Beweisstück 1: roher Meerettich
Beweisstück 2: rohe rote Beete
Halb Berlin habe ich abgesucht nach roher Roter Beete. Der vietnamesische Gemüsehändler, der von der Riesenpapaya bis hin zu Pfifferlingen alles hat, hat sie nicht. Der türkische Gemüsehändler auch nicht. Und von den üblichen verdächtigen Supermärkten will ich hier gar nicht erst sprechen.
Die Abwesenheit des Meerettich kann ich ja noch verstehen - wer kann diese riesigen Dinger jemals verarbeiten?
Aber was ist mit der Rote Beete?
Ganz aufgegeben habe ich noch nicht - den nächsten Versuch starte ich im russischen Lebensmittelhandel. Ich will hier ja keine Klischees bedienen, aber ich wage zu behaupten, dass die russische Küche ganz tolle Gerichte mit Roter Beete zu bieten hat. Auch Salate. Und die will doch bestimmt keiner mit den wabbeligen vorgekochten Beeten machen.
Die Hoffnung, eines Tages rohe Rote Beete in jedem Supermarkt zu finden, gebe ich auch nicht auf. Mit den Kürbissen hat es ja auch geklappt. Bis vor einigen Jahren waren die doch auch nicht in solchen Unmassen und in solcher Vielfalt zu finden, oder?

Achso, wofür brauchte ich eigentlich die Rote Beete? Für Gravad Lax aus Jamie Olivers "Jamie Does". Die Rote Beete gibt dem Lachs nämlich eine tolle rötliche Färbung.

Gestern startete ich Etappe 1 mit einem sehr kleinem Lachsfilet mit Haut (300g). Die Nicht-Hautseite habe ich mit

  • Salzkörnern
  • 2 geraspelten, gekochten Roten Beeten
  • 2 TL Meerettich (nicht dem mit Sahne
  • der Schale einer Zitrone
  • 2 EL Dill

bedeckt und mit Frischhaltefolie bedeckt in den Kühlschrank gestellt. Darauf habe ich dann fünf Flaschen Bier und eine Flasche Orangensaft gelegt.
Morgen werde ich nachsehen, ob es was geworden ist.


Donnerstag, 2. September 2010

Jamie Oliver meets Ägypten

Dieser Blog wird in die Geschichte eingehen, als der Blog mit den meisten Hackfleischgerichten im Internet.
Gestern war es wieder soweit. Ägyptische Sesam-Hackfleischbällchen standen auf dem Plan und machten zusammen mit Jamies Kichererbsensalat eine wirklich gute Figur.
Der Kichererbsensalat ist vielleicht nicht original ägyptisch. Die Komponenten Kichererbsen, Minze und Feta muten doch aber sehr ägyptisch an.

Zutaten für die Hackfleischbällchen:
  • 350 Hackfleisch - Rind wird empfohlen, Lamm schmeckt auch
  • 1 Zwiebel - fein gehackt
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Harissa
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL 7-Gewürze-Pulver
  • 1/2 Bund Minze - hatten wir nicht im Haus
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Sesam
  • Olivenöl
Zubereitung 
1) Hackfleisch, Zwiebeln und Gewürze vermengen. Wer so faul ist, wie ich, mischt den Sesam gleich unter. Fleißige Lieschen formen kleine Bällchen und wälzen die sie im Sesam.
2) Öl in der Pfanne erhitzen und die Hackbällchen braten.


Hab ich eigentlich schonmal gesagt, dass ich Kichererbsen liebe? Dann sage ich es jetzt. Ich liebe ihre Konsistenz und diesen seltsam mehligen Geschmack. Besonders toll ist der in Kombination mit Zitrone. Wie in diesem Salat.

Zutaten für den Kichererbsensalat

  • 1 kleine rote Zwiebel - in Ringe geschnitten
  • 400g Kichererbsen aus der Dose
  • 1-2 Chilies nach Geschmack - ich mag sie nicht, ansonsten werden sie gehackt
  • 2 Hand voll Cocktailtomaten - halbiert
  • 2 Zitronen - ausgepresst
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Hand voll Minze - gehackt
  • einige Blätter Basilikum
  • 200g Fetakäse - zerbröckelt

Zubereitung 
1) Zwiebeln, Tomaten und Chilis in eine Schüssel geben. Zitronensaft und dreimal so viel Olivenöl darüber geben. Salzen und Pfeffern.
2) Kichererbsen in einem Topf erhitzen. 90 Prozent in die Schüssel geben und mit Zwiebel und Co. vermengen. Den Rest pürieren und ebenfalls zum Salat geben. Ziehen lassen.
3) Kurz vor dem Servieren Minze, Basilikum und Feta zum Salat geben. Vermischen.




    Donnerstag, 5. August 2010

    Orient meets Okzident

    Eigentlich sollte es heute gefüllte Auberginen geben. Leider habe ich die Angewohnheit, Rezepte nicht richtig zu lesen. Und so wurde mir erst heute klar, dass die Auberginen fritiert werden müssen. Dazu hatte ich keine Lust. Also Planänderung und so gab es heute die Hackfleischspieße vom Dienstag und Caponata aus Jamie Olivers "Genial italienisch".

    Zutaten
    2 große Auberginen - in recht große Stücke geschnitten
    1 TL getrocknetes Oregano
    1 rote Zwiebel - fein gehackt
    2 Knoblauchzwiebeln - in feine Scheiben geschnitten
    1 TL Kapern
    1 Hand voll grüne Oliven
    1 Hand voll Petersile - fein gehackt
    2 - 3 EL Kräuter- oder Balsamicoessig
    5 reife Tomaten - grob gehackt
    Salz
    Pfeffer
    Olivenöl

    Zubereitung

    Großzügig viel Öl in der Pfanne erhitzen und die Auberginen hineingeben. Mit Oregano und Salz würzen. Gründlich verrühren, bis die Auberginen mit Öl überzogen sind. 4 bis 5 Minuten goldig anbraten. Zwiebeln und Knoblauch dazu tun - kurz weiterbraten.

    Oliven und Kapern dazugeben. Alles mit Essig beträufeln und verkochen lassen. Sobald das Essig etwas verkocht ist, die Tomaten dazu tun und 15 Minuten köcheln lassen.

    Mit Pfeffer würzen und mit Olivenöl servieren.




    Schmeckt ohne alles sehr lecker, aber auch mit Toast oder eben mit den würzigen, fleischigen Hackfleischspießen.

    Freitag, 2. Juli 2010

    Dovi

    gestern abend war es dann endlich soweit. Mein erstes Gericht aus Simbabwe stand auf dem Plan: Dovi zu Deutsch Erdnussbutter Eintopf oder Stew.
    Die Zutaten sind nicht exotisch, auch das Kochen war sehr einfach und für Leute wie mich, die keinen Geschirrspüler haben, äußerst günstig: Ein großer Topf und eine Pfanne reichte aus.
    Gefunden habe ich das Rezept bei Foodbycountry.

    Zutaten
    • 3- 4 mittlere Zwiebeln, fein gehackt
    • 2 EL Butter
    • 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
    • 1 TL Salz
    • 1/2 TL Pfeffer
    • 1/2 TL Cayennepfeffer
    • 2 grüne Paprikaschoten, gehackt// Ich hatte nur eine grüne und eine rote. Ich mag die grünen nicht
    • 1 Hühnchen, zerteilt, man kann auch haut- und knochenloses Hühnchen nehmen, ich hatte Hühnerkeulen
    • 3 bis 4 reife(!) Tomaten
    • 6 EL cremige Erdnussbutter, die stückige würde ich nicht nehmen - Erstickungsgefahr!
    • 1/2 Pfund frischer Spinat oder 1 Paket gefrorener Spinat

    Zubereitung Stew:
    • Butter im Topf schmelzen, dann Zwiebeln dazugeben und braten, bis sie braun sind.
    • Knoblauch und Gewürze hinzufügen
    • Fleißig rühren und dann die Paprika und das Hühnchen dazu tun.
    • Sobald das Hühnchen leicht gebräunt ist, die Tomaten hinzufügen und mit einer Gabel zerteilen. Deswegen die reifen Tomaten - meine waren nicht so schön und haben sich deshalb schwer zerteilen lassen. Vielleicht wären Cocktail- oder Dosentomaten die bessere Wahl gewesen.
    • 2 Tassen Wasser hinzufügen und 5 - 10 Minuten köcheln lassen. 3 Löffel der Erdnussbutter hinzugeben und weiter köcheln lassen, bis man das Gefühl hat, das Hühnchen sei durch.

    Zubereitung Beilage:
    • gefrorener Spinat: Spinat nach Packungsanleitung auftauen. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und Spinat dazugeben. Heiß werden lassen, dann 3 EL Erdnussbutter hinzufügen und vermengen. Ich habe es noch gesalzen, obwohl es nicht im Rezept stand.
    • frischer Spinat: Spinat in die Pfanne geben und mit 2 EL Wasser übergießen. Kochen, bis die Blätter zusammengefallen aber noch bissfest sind.

    Der Erdnussbutter-Eintopf war ziemlich gut, wenn auch O-Ton Versuchskaninchen "Sehr europäisch". Ich weiß nicht, woran es lag. Vielleicht hätte ich etwas großzügiger mit dem Cayennepfeffer sein sollen, vielleicht war das Rezept auf der Seite auch schon an den europäischen Gaumen angepasst, vielleicht lag es auch daran, dass ich vor kurzem ein Gumbo aus dem Amerika-Kochbuch von Jamie Oliver gekocht habe, das ziemlich ähnlich schmeckte. So richtig "afrikanisch", was auch immer das bedeuten mag, kam uns das Gericht nicht vor. Den richtigen Pepp gab aber der Spinat mit Erdnussbutter. Mal eine andere Beilage als den schnöden Reis, den wir zum Gumbo gegessen hatten.