Ich sage: "Nee, jibt et nich."
Beweisstück 1: roher Meerettich
Beweisstück 2: rohe rote Beete
Halb Berlin habe ich abgesucht nach roher Roter Beete. Der vietnamesische Gemüsehändler, der von der Riesenpapaya bis hin zu Pfifferlingen alles hat, hat sie nicht. Der türkische Gemüsehändler auch nicht. Und von den üblichen verdächtigen Supermärkten will ich hier gar nicht erst sprechen.
Die Abwesenheit des Meerettich kann ich ja noch verstehen - wer kann diese riesigen Dinger jemals verarbeiten?
Aber was ist mit der Rote Beete?
Ganz aufgegeben habe ich noch nicht - den nächsten Versuch starte ich im russischen Lebensmittelhandel. Ich will hier ja keine Klischees bedienen, aber ich wage zu behaupten, dass die russische Küche ganz tolle Gerichte mit Roter Beete zu bieten hat. Auch Salate. Und die will doch bestimmt keiner mit den wabbeligen vorgekochten Beeten machen.
Die Hoffnung, eines Tages rohe Rote Beete in jedem Supermarkt zu finden, gebe ich auch nicht auf. Mit den Kürbissen hat es ja auch geklappt. Bis vor einigen Jahren waren die doch auch nicht in solchen Unmassen und in solcher Vielfalt zu finden, oder?
Achso, wofür brauchte ich eigentlich die Rote Beete? Für Gravad Lax aus Jamie Olivers "Jamie Does". Die Rote Beete gibt dem Lachs nämlich eine tolle rötliche Färbung.
Gestern startete ich Etappe 1 mit einem sehr kleinem Lachsfilet mit Haut (300g). Die Nicht-Hautseite habe ich mit
- Salzkörnern
- 2 geraspelten, gekochten Roten Beeten
- 2 TL Meerettich (nicht dem mit Sahne
- der Schale einer Zitrone
- 2 EL Dill
bedeckt und mit Frischhaltefolie bedeckt in den Kühlschrank gestellt. Darauf habe ich dann fünf Flaschen Bier und eine Flasche Orangensaft gelegt.
Morgen werde ich nachsehen, ob es was geworden ist.
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