Donnerstag, 2. September 2010

Jamie Oliver meets Ägypten

Dieser Blog wird in die Geschichte eingehen, als der Blog mit den meisten Hackfleischgerichten im Internet.
Gestern war es wieder soweit. Ägyptische Sesam-Hackfleischbällchen standen auf dem Plan und machten zusammen mit Jamies Kichererbsensalat eine wirklich gute Figur.
Der Kichererbsensalat ist vielleicht nicht original ägyptisch. Die Komponenten Kichererbsen, Minze und Feta muten doch aber sehr ägyptisch an.

Zutaten für die Hackfleischbällchen:
  • 350 Hackfleisch - Rind wird empfohlen, Lamm schmeckt auch
  • 1 Zwiebel - fein gehackt
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Harissa
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL 7-Gewürze-Pulver
  • 1/2 Bund Minze - hatten wir nicht im Haus
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Sesam
  • Olivenöl
Zubereitung 
1) Hackfleisch, Zwiebeln und Gewürze vermengen. Wer so faul ist, wie ich, mischt den Sesam gleich unter. Fleißige Lieschen formen kleine Bällchen und wälzen die sie im Sesam.
2) Öl in der Pfanne erhitzen und die Hackbällchen braten.


Hab ich eigentlich schonmal gesagt, dass ich Kichererbsen liebe? Dann sage ich es jetzt. Ich liebe ihre Konsistenz und diesen seltsam mehligen Geschmack. Besonders toll ist der in Kombination mit Zitrone. Wie in diesem Salat.

Zutaten für den Kichererbsensalat

  • 1 kleine rote Zwiebel - in Ringe geschnitten
  • 400g Kichererbsen aus der Dose
  • 1-2 Chilies nach Geschmack - ich mag sie nicht, ansonsten werden sie gehackt
  • 2 Hand voll Cocktailtomaten - halbiert
  • 2 Zitronen - ausgepresst
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Hand voll Minze - gehackt
  • einige Blätter Basilikum
  • 200g Fetakäse - zerbröckelt

Zubereitung 
1) Zwiebeln, Tomaten und Chilis in eine Schüssel geben. Zitronensaft und dreimal so viel Olivenöl darüber geben. Salzen und Pfeffern.
2) Kichererbsen in einem Topf erhitzen. 90 Prozent in die Schüssel geben und mit Zwiebel und Co. vermengen. Den Rest pürieren und ebenfalls zum Salat geben. Ziehen lassen.
3) Kurz vor dem Servieren Minze, Basilikum und Feta zum Salat geben. Vermischen.




    Montag, 30. August 2010

    Erfrischung hoch 3 - Ägyptischer Gurkensalat

    Nach einem sehr fleischlastigen Wochenende war mir heute nach etwas Frischem. Auf Gurkensalat fiel die Wahl, was kein Wunder ist, denn ich liebe Gurkensalat. Am liebsten ist mir der süß-saure dänische, aber für neue Mischungen bin ich immer offen. Die Ägypter haben den Erfrischungseffekt der Gurke praktisch verdreifacht, da sie den Gurkensalat mit Joghurt und Minze anrichten. Clever!

    Gefunden habe ich das Rezept übrigens hier.


    Zutaten


    • 1/2 Gurke - geschält und in Scheiben geschnitten
    • 1- 2 Knoblauchzehen - gepresst
    • 250g Naturjoghurt - Fettgehalt nach Geschmack - ich hatte 1,5 Prozent
    • 1/2 Bund frische Minze - da meine Minze über Nacht eingegangen zu sein scheint, nahm ich Zitronenmelisse
    • Salz

    Zubereitung

    Jetzt wirds kompliziert ;-)

    Joghurt mit dem Knoblauch und der Minze vermischen. Die Gurken unterheben und salzen.

    Tada!


    Donnerstag, 26. August 2010

    Man muss sich seinen Ängsten stellen

    Kann man eine Beziehung zu Moussaka haben? Ich habe zu ihr jedenfalls eine ambivalente. Prinzipiell finde ich all ihre Kompontenten und auch die Zusammenstellung lecker. ABER: Vor Jahren durfte ich in Griechenland einmal das Moussaka eines Kochs genießen, der anscheinend eine starke Zuneigung zu Muskatnuss hegte. Jahrelang machte ich um Muskatnuss einen großen Bogen. Diese Abneigung hat sich mittlerweile glücklicherweise gegeben. Geblieben ist das ungute Gefühl gegenüber Moussaka.
    Aber wie es Osiris, Isis und all die anderen ägyptischen Götter so wollen, stieß ich bei meiner Suche nach ägyptischen Rezepten immer wieder auf ägyptisches Moussaka. Und der Kombination aus Zucchini, Lammfleisch und Béchamelsauce (die anscheinend eine unverzichtbare Komponente der ägyptischen Küche ist) konnte ich dann doch nicht widerstehen.

    Zutaten für 4 Personen
    600 g Zucchini - in Scheiben geschnitten
    1 große Dose Tomaten
    400 g Gehacktes vom Lamm
    2 große Zwiebeln - in Ringe geschnitten
    Öl zum Braten und Ausfetten der Form
    Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Zimt, etwas Zucker, Cayennepfeffer

    Für die Béchamelsoße:
    50 g Butter
    50 g Mehl
    500 ml Milch
    Salz, Pfeffer, Muskatnuss

    Zubereitung
    1) Die Zucchini kurz in Öl anbraten - ich mache es in der Grillpfanne, dann sind die Scheiben nicht ganz so fettig. Die Zucchini dürfen aber nicht weich werden.


    2) Die Zwiebeln anbraten bis sie eine goldbraune Färbung haben, das Hack dazugeben und krümelig braten. Tomaten dazugeben, aufkochen und mit den Gewürzen abschmecken. Wenn die Sauce zu dickflüssig ist, Wasser und Tomatenmark hinzufügen.

    3) Für die Sauce die Butter schmelzen und das Mehr darin anschwitzen. Die Masse mit Milch ablöschen und unter Rühren zu einer dicken Sauce verkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (nicht zu viel ;-)) abschmecken.

    4) Zucchini, Hackfleischsauce und Béchamelsauce abwechselnd aufeinanderschichten. Auf jeden Fall mit Béchamelsauce abschließen.

    5) Bei 180° im Ofen 40 Minuten überbacken. Die Oberfläche nicht zu dunkel werden lassen.


    Gefunden habe ich das Rezept hier.

    Dazu gab es Reis - ohne alles wäre es zu fettig gewesen. Wer zögerlich mit Gewürzen ist: Hier kann man ordentlich was reintun - die Béchamelsauce saugt viel Geschmack auf.

    Quasi als Gegenentwurf zu dem relativ gesunden Auberginensalat, reiche ich auch dieses Rezept wieder beim Tobias Blogevent Ägypten ein.

    Dienstag, 24. August 2010

    Ägyptischer Auberginensalat

    Bei Gesund genießen bin ich gestern nicht nur auf ein tolles ägyptisches Auberginenrezept gestoßen, sondern auch auf eine tolle Homepage. Eine Datenbank mit über 3.000 Auberginenrezepten! Wenn das mal nichts ist. Ich esse zum Leidwesen des Versuchskaninchens furchtbar gerne Auberginen und bin auch gleich fündig geworden: Ägyptischer Auberginensalat klingt nicht nur lecker, sondern ist es auch. Mit diesem Rezept muss ich mich wirklich nicht schämen, wenn ich an dem Blogevent Ägypten von Tobias kocht! teilnehme.


    11ter mediterraner Kochevent - Ägypten - tobias kocht! - 10.08.2010-10.09.2010


    Zutaten für 4 Personen:

    2 große Auberginen - in Scheiben geschnitten

    2 EL Salz

    Öl zum Braten

    5 Knoblauchzehen - gepresst

    1/2 Tasse Wasser

    1 Prise Kurkuma

    1/4 TL Paprika (scharf oder edelsüß nach Geschmack)

    1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel

    1 TL Tomatenmark

    1 TL Weißwein- oder Apfelessig

    rote Paprika zum Dekorieren

    Zubereitung

    1) Auberginenscheiben mit Salz bestreuen und für eine halbe Stunde Wasser ziehen lassen. Wasser abgießen und die Scheiben vorsichtig "auspressen".

    2) Öl in einer Pfanne oder Grillpfanne erhitzen und die Auberginenscheiben von beiden Seiten hellbraun anbraten. Auberginen aus der Pfanne nehmen und warm halten.

    3) Knoblauch für 10 Sekunden anbraten. Wasser, Gewürze und Tomatenmark dazugeben. 5 Minuten köcheln lassen. Den Essig einrühren und die Sauce über die Auberginen geben. Mit der Paprika dekorieren und abkühlen lassen.


    Ich bin so stolz auf die kleinen Tomaten auf meinem Balkon, dass sie zur Deko mit ins Bild mussten


    Ich hatte mich ein bisschen mit dem Salz vertan - das kann man aber mit Brot gut wieder ausgleichen. Außerdem hätte es für mich etwas tomatiger sein können. Beim nächsten Mal würde ich mehr Tomatenmark nehmen - diesmal taten es auch die Cocktailtomaten :-)

    Montag, 23. August 2010

    Pyramiden und Pharaonen

    Der Gewinner meines kleinen Bilderrätsel war Robert von lamiacucina. Der Hauptgewinn: Er durfte sich die nächste Station meiner Reise auswählen. Ägypten soll es sein, weil er dort seinen Urlaub verbracht hat. Das stürzt mich natürlich in ein Dilemma: Einerseits hat er schon so gut vorgelegt, dass ich seine Gerichte gerne einfach nur nachkochen möchte, andererseits gibt es ja so viele andere, die auch verlockend klingen.
    Es wird wohl eine bunte Mischung.

    Ansonsten bin ich mit seiner Wahl sehr zufrieden. Eigentlich wollte ich mich ja in exotischere Gefilde à la Papua-Neuguinea wagen, aber Ägypten steht auch im realen Leben ganz hoch auf meiner "Da muss ich mal hin"-Liste. Und das ausnahmsweise mal nicht wegen der kulinarischen Köstlichkeiten. Als ehemalige Geschichte-Leistungskurslerin locken mich die Pyramiden und Kulturschätze. Und auch die Flora und Fauna des Nils, der in so vielen Naturdokus gehuldigt wird. Und tauchen soll man in Ägypten ja auch so gut können.
    Hm. Vielleicht buche ich eine Last-Minute-Reise und verbringe die Reisestation vor Ort.

    Jörg Henkel/ Pixelio
    Friedrich Frühling/ Pixelio

    Sonntag, 22. August 2010

    Man sieht sich Österreich!

    Ich weiß nicht, ob es an meinen persönlichen Vorlieben liegt oder einfach eine Tatsache ist: Die österreichische Küche ist nichts für Kalorienzähler.
    Glücklicherweise gehöre ich nicht zu "denen" und kann daher ein sehr positives Fazit aus meiner Österreich-Station ziehen.
    Ich hatte mir viel vorgenommen. Leider habe ich manche Gerichte wie den Käsdönnala nicht geschafft zu kochen. Sie haben jedoch einen prominenten Platz auf meiner "Noch-zu-Kochen"-Liste erhalten. Die Dampfnudeln hingegen sind leider so verunglückt, dass ich sie nicht gewagt habe, sie euch hier vorzustellen. Lecker waren sie trotzdem.

    Ein großes Plus der österreichischen Küche: Sie ist sehr käselastig. Auch viele Käsegerichte haben es leider nur auf die "Noch-zu-Kochen"-Liste geschafft. Auch mein Magen hat seine Grenzen und all diese Gerichte in zwei Wochen durchzuprobieren, hätte uns an den Rand der Fettleibigkeit gebracht.
    Ich verabschiede mich deshalb nur vorläufig von Österreich und komme bestimmt zu ein paar Koch-Stippvisiten wieder!

    Donnerstag, 19. August 2010

    Falsches Wiener Schnitzel

    Ich weiß gar nicht, ob es sich bei meinem vorgestrigen Gericht um ein Original-Rezept handelt. Ich habe es zwar bei Essen & Trinken in der Kategorie Österreich gefunden. Trotzdem vermute ich hinter dem Leberkäse Wiener Art eher eine Variation des Wiener Schnitzels :-) Macht aber nichts - es schmeckte nämlich super. Zusammen mit den Bratkartoffeln aus dem Kleinen Kuriositätenladen eine furchtbar leckere und furchtbar fettige Angelegenheit.

    Zutaten für 2 Personen:

    • 3 Scheiben Leberkäse
    • 1 Ei
    • Mehl und Semmelbrösel zum Panieren
    • 5 EL Schmand
    • 1 TL scharfer Senf oder auch grobkörniger Senf
    • 1 EL Gewürzgurkensud
    • 2 EL Petersilie - fein gehackt
    • Salz, Pfeffer und Zucker


    Zubereitung des Schmand-Senf-Dressings
    1) Schmand, Senf, Gewürzgurkensud und Petersilie vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Im ursprünglichen Rezept steht noch ein gekochtes Ei - es schmeckt auch ohne, man kann es aber feingehackt untermischen.

    Zubereitung des Leberkäses
    1) Ei in einem Teller verschlagen. Mehl und Semmelbrösel jeweils auf einen Teller geben. Leberkäse erst in Mehl, dann im Ei und dann in den Semmelbröseln wenden.
    2) In einer mit reichlich Öl gefüllten Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten.


    Die Bratkartoffeln habe ich übrigens mit roten Zwiebeln gemacht. Ich fand es hübsch :-)